CAD/CAM-gefertigte monolithische Restaurationen aus Zirkon

Materialhintergrund und klinische Anwendung

Ein Beitrag von Dr. André Hutsky, ZT Jan Illner
Veröffentlicht im Bayerische Zahnärzteblatt, 03/2014

CAD/CAM-gefertigte monolithische Restaurationen aus Zirkon

Materialhintergrund und klinische Anwendung

Ein Beitrag von Dr. André Hutsky, ZT Jan Illner
Veröffentlicht im Bayerische Zahnärzteblatt, 03/2014

Auszug aus dem Artikel […] CAD/CAM-gefertigte monolithische Restaurationen aus Zirkonoxid sind im Vergleich zu klassischen Restaurationen aus Silikatkeramiken weniger transluzent, was im Frontzahn- und Lachlinienbereich von Bedeutung ist. Dafür lassen sie sich maschinell an den Rändern zu dünneren Schichtstärken schleifen. Sie sind insgesamt weniger empfindlich und zugleich belastbarer als Restaurationen aus Silikatkeramiken. Im Gegensatz zu keramisch verblendeten Restaurationen gehören „Chippings“ und „Mikrochippings“ bei vollanatomischen Arbeiten aus Zirkonoxid ohne Verblendung der Vergangenheit an [11]. Sie eignen sich in besonderer Weise zur ästhetischen Versorgung im Seitenzahnbereich, also außerhalb des sogenannten Lachlinienbereichs.

Auszug aus dem Artikel […] Die CAD/CAM-gestützte, maschinelle Herstellung verblendfreier, anatomisch gestalteter Kronen und Brücken aus Vollzirkon eröffnet ästhetisch orientierten Patienten eine preiswerte Alternative zu den zweifellos weniger ästhetischen edelmetallfreien Versorgungen, insbesondere im Seitenzahnbereich. Dentale Werkstoffe, materialgerechte Präparationen und zahntechnische Produktionsprozesse sollten perfekt aufeinander abgestimmt sein. Um dem Risiko einer frühzeitigen Zerstörung der Keramik, einer unnatürlich hohen Abnutzung der verbleibenden Zahnhartsubstanz oder anderer inserierter Restaurationsmaterialien und auch um funktionellen Komplikationen vorzubeugen, sollte der Politur eingeschliffener Okklusalflächen aus Zirkon sowohl am Tag der Eingliederung als auch bei regelmäßigen Nachsorgeintervallen besondere Bedeutung beigemessen werden. Der Behandler sollte regelmäßig die statische und dynamische Okklusion überprüfen und bei Bedarf adjustieren. Letztendlich entscheidet der Patient, was seinem persönlichen ästhetischen Empfinden und seinem Geldbeutel gerecht wird. Der aktuelle Preiskampf inländischer und ausländischer Dentallabore bei monolithischen „Volkskronen“ aus Zirkonoxid beweist, wie interessant dieser Werkstoff für Zahnärzte und Patienten gleichermaßen ist. […]