Befestigungsoptionen
für vollkeramische
Restaurationen

Ein Beitrag von Dr. André Hutsky
Veröffentlicht in NZB, 05/2013

Befestigungsoptionen
für vollkeramische
Restaurationen

Ein Beitrag von Dr. André Hutsky
Veröffentlicht in NZB, 05/2013

Auszug aus dem Artikel […] Um einen definitiven, sicheren Verbund zwischen keramischer Restauration und Zahnoberfläche grundsätzlich zu verbessern, haben sich folgende Strategien bewährt.

Glaskeramiken 
Generell gilt: Silikatkeramiken erfordern Adhäsion. Das Prinzip sagt aus, dass Keramiken mit geringer Festigkeit unter 350 MPa ausschließlich adhäsiv befestigt werden dürfen, um eine sekundäre Verfestigung an der auf Zug belasteten Innenseite zu erzielen. In klinischen Studien haben sich dafür sowohl rein licht- als auch dualhärtende Befestigungskomposite bewährt. Die Restauration wird infolge adhäsiver Befestigung durch einen kraftschlüssigen und dauerhaften Verbund an der Zahnhartsubstanz verankert. Dadurch ist an der Restaurationsinnenseite keine mechanische Grenzfläche vorhanden und Rissauslösende Spannungen können nicht wirksam werden.[…]

Auszug aus dem Artikel […] Eingliederung – Adhäsive Befestigung Bei der adhäsiven Befestigung (bezugnehmend auf das Dentin) unterscheidet man zwischen Haftung bei vollständiger Entfernung der Schmierschicht (klassische Etch-and- Rinse-Technik, früher Total-Ätz-Technik) und Haftung bei Auflösung der Schmierschicht (selbstätzende Adhäsive), wobei die Etch-and-Rinse-Technik eine zusätzliche Behandlung der Schmelz- und/oder Dentinoberfläche mit 37%iger Phosphorsäure erforderlich macht. Dieses Vorgehen stellt nach wie vor den „golden standard“ dar, da es die besten klinischen Langzeitresultate aufweist. Infolge des Ätzvorgangs mit 37%iger Phosphorsäure entsteht im Schmelz ein Ätzmuster, welches eine optimale mikromechanische Retention des Adhäsivs ermöglicht. Gerade Inlays und Teilkronen, bei denen noch genügend Schmelzangebot vorliegt, sollten daher ausschließlich rein adhäsiv befestigt werden. […]